Kurzchronik

Mit offizieller Anerkennung der grundlegenden Stiftung 1504 begann die Kirchengeschichte der Gemeinde Sülze. Hier sind die Höhepunkte und Wendepunkte aus über 500 Jahren:

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Etwa 1475

Unter Herzog Friedrich dem Älteren von Braunschweig und Lüneburg erhielt Sülze die erste Kapelle. Sie stand vermutlich in der Gegend des heutigen Friedhofs. Jeden Freitag wurde hier von Bergen aus eine Messe gehalten.

1502

Auf Betreiben der Herzogin Anna von Nassau stifteten die Brüder Carsten und Otto von Harling sowie die Witwe Gesche Vlothwedel größere Summen, von deren Zinsen häufigere Messen in Sülze ermöglicht werden konnten.

1504

Die Stiftung wurde nochmals erhöht, sodass nun ein eigener Priester angestellt werden konnte. Bischof Heinrich von Minden erkannte die Stiftung urkundlich an. 1504 gilt als das Gründungsjahr der Sülzer Eigenständigkeit, obwohl der Pfarrer von Bergen formal noch etwa 150 Jahre Vorgesetzter des Pfarrers von Sülze blieb.

Um 1530

Einführung der Reformation in Sülze.

Um 1600

Die erste Kapelle war baufällig, und der Pächter der Saline zu Sülze, Amtmann Carl Dietrich aus Walsrode, sorgte für den Bau einer neuen Kirche etwa an der Stelle der jetzigen Kirche. Er und seine Frau Adelheid sind später in dem neuen Bau beigesetzt worden.

1608

Carl Dietrich stiftete der Kirche den noch heute verwendeten Taufstein.

1645

Durch einen Vergleich wurde die letzte Abhängigkeit der Sülzer Kirchengemeinde von der Lamberti-Kirche in Bergen aufgehoben.

1699

Das Dach der Kirche musste neu eingedeckt werden.

1745/46

Zwei Gutachten bestätigten den schlechten baulichen Zustand des nunmehr zweiten Kirchengebäudes. Es bestand sogar Einsturzgefahr.

1747

Um die Kirche notdürftig instand zu setzen, wurde sie zunächst abgestrebt.

1751

Einführung von Pastor Meybrink, der sich bald nach Amtsantritt für einen Neubau einsetzte.

1754

Bau der dritten (heutigen) Kirche. Aus unterschiedlichen Entwürfen wurde der ausgewählt, der den Glockenturm als Bestandteil des Gebäudes in die Kirche integrierte. Feierliche Einweihung am 4. Advent.

1756

Einbau einer Turmuhr.

1785

Eine neue Glocke wurde im Turm aufgehängt, die bis 1928/30 ihren Dienst verrichtete.

1820

Anschaffung der ersten kleinen Orgel.

1861

Durch Feuchtigkeitseinwirkung wurden größere Ausbesserungsarbeiten notwendig. Der Grund der Kirche musste an mehreren Stellen erneuert werden, der Turm wurde mit Zement überputzt und viele Fächer mussten neu ausgemauert werden.

1864

Die Kirche erhielt eine größere Orgel mit 15 Registern.

1869

Offizielle Einpfarrung von Diesten, Huxahl und Lindhorst.

1897

Weitreichende Baumaßnahme: Die Kirche wurde nach Osten verlängert und der Raum unter dem Glockenturm als Eingangsbereich abgetrennt. Die neue Ostwand wurde nicht wieder abgeschrägt, sondern gerade gestaltet. Gleichzeitig wurden die Grabgewölbe zugemauert.

1898

Einbau zweier farbiger Glasfenster neben dem Altar. Für größeren Komfort im Winter wurde erstmalig eine Ofenheizung in Auftrag gegeben.

Um 1900

Ersatz des Taufsteins von 1608 durch zwei hölzerne Taufengel mit Kupferschale, später durch einen Taufstein aus Zementguss. Der Original-Taufstein fand bis zu seiner Wiedereinweihung 1966 einen Platz im Gutspark in Eversen und diente dort als Vogeltränke.

1907

Gründung des Posaunenchores durch Kantor Hermann von der Kammer.

1917

Ablieferung der bronzenen Uhrglocke für Kriegszwecke. Ersatz durch eine eiserne Glocke, die bis zum Unglück 1963 am Kirchturm hing.

1926

Einweihung einer neuen Orgel mit 18 Registern und 7 Nebenregistern. Dazu musste die Orgelempore etwas vergrößert werden.

1927

Feuerschützenbostel, das vorher zu Winsen gehörte, kam zur Sülzer Gemeinde hinzu.

1928

Die Elektrifizierung beginnt. Einbau einer elektrischen Sitzbankheizung in der Kirche.

1930

Anschaffung einer neuen Glocke als Ersatz für diejenige, die im Winter 1928/29 einen Sprung bekommen hatte.

1939

Einweihung des an der Stelle der alten Pfarrscheune neu gebauten Gemeindehauses.

1949

Neueindeckung des Kirchturms mit Schieferplatten.

1954

Zum 200. Jubiläum wurde die Kirche innen und außen erneuert: neuer Fußboden, Läufer in den Gängen, Restaurierung der Gemälde von Pastor Eijstorff und Amtmann Dietrich. Die farbigen Glasfenster im Osten, die mittlerweile von einer neuen Altarempore verdeckt waren, wurden in die Seitenwände umgesetzt.

1963

Kohlenbach und das letzte Haus in Altensalzkoth wurden von Groß Hehlen nach Sülze umgepfarrt.

1963

Unfall: Am Himmelfahrtstag um 8 Uhr morgens stürzte die Uhrglocke nach dem zweiten Schlag ab. Es kam niemand zu Schaden.

1964

Lieferung einer neuen Uhrglocke und einer zweiten Läuteglocke. Außerdem hielt die moderne Technik in Form eines elektrischen Läutewerks Einzug.

1966

Mittelgroße Renovierung der Kirche: Dacheindeckung, Innenanstrich, neue Wand mit zwei Türen unter der Altarempore, neuer Altartisch. Der Original-Taufstein von 1608 kam in die Kirche zurück.

1970

Wieder ein Unfall: Am Sonntag, 30. August, mittags 12 Uhr löste sich ein 4 Zentner schweres Uhrgewicht, durchschlug die Decke und stürzte in den Eingangsbereich. Die Kinder des Kindergottesdienstes waren gerade noch in der Kirche.

1971

Hassel wurde von Winsen nach Sülze umgepfarrt.

1973

Anschaffung einer Lautsprecheranlage für die Kirche.

1986

Einbau der dritten (heutigen) Orgel.

1996

Zahlenmäßig gewachsene Chöre machten einen größeren Altarraum nötig. Von den zwei Reihen des Patronatsgestühls wurde auf beiden Seiten des Altars je eine Reihe abgebaut.

1998/1999

Die Figur des hl. Sebastian kam vom Bomann-Museum in Celle zurück und wurde wieder in der Kirche angebracht.

2000

Der v. Harlingsche Familienverband stiftete eine Figur des hl. Fabian.

2001

Miele und Rehwinkel wurden von Hermannsburg nach Sülze umgepfarrt.

2004

Festjahr zum großen Doppeljubiläum. Das Ereignis 500 Jahre Kirchengemeinde und 250 Jahre Kirche wurde mit vielen Gästen gefeiert, unter ihnen Landesbischöfin Margot Käßmann und Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen.

2007/2008

Kirchensanierung: Erneuerung des Ständerwerks und der Gefache, neue Turmeindeckung, neuer Fußboden, Fußbodenheizung, versenkbare Bühne. Zeitgleich wurde von der Gemeinde in Eigenleistung ein Toilettentrakt mit behindertengerechten Toiletten an das Gemeindehaus angebaut.

Pastor Sören Bein

Tel: 05054 / 267

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Diakonin

Sigrid Lange

Tel: 05052 / 9750406

s.lange@kirche-suelze.de (E-Mail schreiben)

Küster

Cord Weseloh

Tel: 05054 / 1702

c.weseloh@kirche-suelze.de (E-Mail schreiben)

Sekretärin

Editha von Hörsten

Bürozeiten: Di 10–12 Uhr

Mi 15–18.30 Uhr

Tel: 05054 / 267

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Anschrift:

Salinenplatz 10

D-29303 Bergen

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